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Newsletter Schauspiel - Herbst/Winter 2016

Liebes Publikum,

die neue Kultursaison ist mittlerweile in vollem Gange, und wir möchten es nicht versäumen, Ihnen unsere nächsten Veranstaltungen aus dem Bereich Schauspiel vorzustellen.

Viel Spaß im Theater!

08.11.,
Di

20 Uhr

+

09.11.,
Mi

20 Uhr

DER TRAFIKANT

von Robert Seethaler

Württembergische Landesbühne Esslingen (WLB)

Bahnhof Fischbach

Nußdorf, ein kleiner österreichischer Ort am Attersee. Hier erblickt Franz Huchel im Jahr 1920 das Licht der Welt, wenige Tage nachdem sein Vater von einer morschen Eiche erschlagen wurde. 17 Jahre später ereignet sich ein weiterer Todesfall, der Franz‘ Leben eine völlig neue Richtung gibt. Alois Preininger, der Liebhaber seiner Mutter, kommt beim Baden ums Leben, und fortan bleiben die lebenswichtigen monatlichen Schecks aus.

Franz geht nach Wien, wo der Trafikant Otto Trsnjek ihn in seiner Trafik für Tabakwaren und Zeitungen anstellt. Einer der Kunden dort ist Sigmund Freud. Franz bekommt näheren Kontakt zu dem Professor und sucht bei ihm Rat, insbesondere als er sich unglücklich verliebt. Und während Franz mit Hilfe des Professors die Liebe sucht, nimmt die politische Katastrophe ihren Lauf. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Vor allem nicht für den jüdischen Trafikanten Otto Trsnjek.
 
Der Roman des österreichischen Autors Robert Seethaler wurde nach seinem Erscheinen im Jahr 2012 von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. Für die WLB hat Seethaler selbst die Dramatisierung seines Erfolgsromans geschrieben, die hier exklusiv zur Uraufführung kommt.

11.11.,
Fr

19:30 Uhr

DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND 

nach dem Bestseller von Jonas Jonasson

Altonaer Theater

Graf-Zeppelin-Haus

Allan Karlsson wird 100 Jahre alt. Und während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: Er verschwindet einfach. Ein Koffer mit gestohlenem Geld, in dessen Besitz Allan eher zufällig gelangt, bringt eine Verbrecherorganisation auf den Plan, die ihr Eigentum zurückhaben möchte. Glücklicherweise bleibt Allan auf seiner abenteuerlichen Reise nicht allein. Nach und nach gesellen sich skurrile Figuren wie der Gelegenheitsdieb Julius Jonsson, der ewige Student Benny Ljungberg und die schöne Elefantenbesitzerin Gunilla Björklund hinzu. Unauffällig kann die ungewöhnliche Reisegruppe nicht reisen, da auch noch Elefant Sonja mit an Bord ist. Dass auch einige Leichen den Fluchtweg von Allan und seinem Gefolge pflastern, ergibt sich eher zufällig. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jüngeren Jahren das ganze Weltgeschehen auf den Kopf gestellt.

„Und tatsächlich schafft es die Inszenierung mit vielen liebevollen Einfällen den besonderen Charme des Romans widerzuspiegeln.“ (NDR Hamburg Journal)

17.11.,
Di

20 Uhr
 

DAS PROJEKT BIN ICH

Hörspiel von Ulrike Müller

55 Minuten, rbb 2014

Kiesel im k42

Das ist gar keine Schauspielveranstaltung - aber es geht um Schauspieler!

In diesem unterhaltsamen Hörspiel reden vier Schauspielerinnen und ein Schauspieler über sich – und über ihre Träume und Hoffnungen, über ihre Probleme und ihre Niederlagen in Bezug auf den „Traumberuf“.

Dabei gelingt es ihnen, von der eigenen Biografie ausgehend, in eine Allgemeingültigkeit zu finden. „Ich fühle mich wie ein Hamster im Laufrad: Ich will eine gute Schauspielerin sein, ich will eine gute Mutter sein, ich will attraktiv bleiben für meinen Mann ... aber ich weiß nicht, wie ich das alles schaffen soll!“
 
Die Regisseurin und eine der beteiligten Schauspielerinnen werden bei der Präsentation anwesend sein und im Anschluss für Publikumsfragen zur Verfügung stehen.
 
Die Produktion erhielt den Deutschen Hörspielpreis der ARD 2015.

22.11.,
Di

19:30 Uhr

DER PARASIT ODER DIE KUNST SEIN GLÜCK ZU MACHEN

Lustspiel von Friedrich Schiller

Staatsschauspiel Dresden

Graf-Zeppelin-Haus

Sie scheinen nicht gerade prädestiniert für eine Komödie, die Beamten. Und doch: Die glanzlose Klasse der Büroarbeiter bietet immer wieder Stoff für (Welt-)Literatur und Humor. Wer kennt sie nicht: Kollegen, die intrigieren oder fremde Ideen aufgreifen, Chefs, die sich einseifen lassen, Politiker, die Doktorarbeiten fälschen, Manager, die Geld veruntreuen und noch Abfindungen kassieren. Und wenn dann der Parasit entlarvt ist, kann man sich wenigstens im Theater über die gerechte Strafe freuen. Selicour, Ministerialbeamter, ist ein fauler Hund, der sein Beamtendasein genießt und hemmungslos Karriere auf Kosten seiner Kollegen macht. Diese sinnen auf Rache …

Schiller hat eine rasante Komödie über ein anscheinend unausrottbares Phänomen geschrieben. Und er hat sich dabei einer Sprache bedient, die vielleicht ein bisschen schillernder ist als gewöhnliche Bürosprache.

„Diese Inszenierung ist so komisch, dass man vor Gekicher vom Sitz fällt. Welch ein Labsal, welch ein Spaß, welch eine ausgetüftelte Typen- und Slapstickmaschinerie. Stephan Bachmann […] zeigt sich […] als Meister höchst gehobener Unterhaltungskunst.“ (Frankfurter Rundschau)

30.11.,
Di

19:30 Uhr
 

EHRENSACHE

von Lutz Hübner

Theater Katerland, Winterthur

Kiesel im k42

Dieses Stück beruht auf einer wahren Begebenheit:

Vier Jugendliche, zwei Mädchen und zwei Jungen, verabreden sich, einen Tag gemeinsam zu verbringen. Am Ende des Tages ist eines der Mädchen tot. Wie konnte es nur dazu kommen? Zwar sind die beiden Täter schnell gefasst, aber was ist genau an jenem Tag passiert, was hat zu einem solchen Exzess von Gewalt geführt? Handelt es sich tatsächlich um einen "Ehrenmord", wie sofort vermutet wird?

Die Jugendlichen berichten aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Versionen.

06.12.,
Di

20 Uhr

+

07.12.,
Mi

20 Uhr

FRAU MÜLLER MUSS WEG 

von Lutz Hübner

Wolfgang-Borchert-Theater, Münster

Bahnhof Fischbach

Als präziser Beobachter von Gesellschaft und Gegenwart ist Lutz Hübner einer der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker.  Und er trifft stets den Nerv - mit scharfzüngigem Witz, rasanten Dialogen und einem diabolischen Augenzwinkern. Elternabend in der Klasse 4b. In drei Monaten gibt es die Zeugnisse, nach denen sich die weitere Schullaufbahn der Kinder entscheidet. Eine Entscheidung, die die Eltern der 4b nicht tatenlos abwarten werden. Sie tragen ein Misstrauensvotum in der Tasche: Frau Müller, die Lehrerin, muss weg, ehe sie die Zukunft ihrer Kinder vernichtet. Denn nach drei fast glücklichen Grundschuljahren haben sich die Noten der Klasse dramatisch verschlechtert.
 
Doch Frau Müller, Pädagogin aus Leidenschaft, mit Prinzipien und 19 Jahren Berufserfahrung, schlägt zurück! Und so ist, als sich die Wogen im Klassenzimmer wieder glätten, der Abend auch noch lange nicht vorüber . . .
 
„[…] Erfolg auf ganzer Linie: Szenenapplaus, immer wieder Lacher und Gejuchze, am Schluss enthusiastischer Beifall. Das liegt nicht nur am gut gebauten, pointenreichen Stück, sondern auch an den spielfreudigen Darstellern […].“ Münstersche Zeitung

13.12.,
Di

20 Uhr
 

DIE SCHWARZE FLOTTE

von Anne-Kathrin Schulz

Theater Dortmund

Kiesel im k42

Es ist wohl eines der zynischsten wirtschaftlichen Erfolgsmodelle der Gegenwart: Schrottreife Frachter werden mit Menschen vollgestopft, die bis zu 6000 Euro für eine Fahrt nach Europa bezahlen. Der Vorteil für die Hintermänner: Während bei Drogen- oder Waffenlieferungen Geld erst bei Auslieferung fließt, zahlt die Ware Mensch ihren Transport selber – und zwar, bevor sie an Bord geht. Der Profit geht nach Schätzungen von Europol pro Überfahrt in die Millionen. Egal, ob ein Schrottschiff ankommt oder nicht. Wer steckt dahinter?
 
Intendant Kay Voges (2013 nominiert für den deutschen Theaterpreis DER FAUST) inszeniert die Uraufführung dieses brisanten Stücks persönlich.
 
Die Presse schrieb nach der Uraufführung am 23.10.2016:
„Es hätte ein akademischer Vortrag werden können, das trockene Protokoll einer Recherche zu Menschenhandel und Waffenschmuggel. Wurde es aber nicht. Weil der famose Andreas Beck die Dinge lebendig erklärt, der Figur des Spürhundes eine menschliche Note verleiht, und Kay Voges' Regie lässigen Humor einstreut.“
„Das `großartig` zu nennen, wäre noch stark untertrieben.“

Karten sind erhältlich an der Vorverkaufskasse im GZH unter Tel.: 07541 / 288 444 oder unter www.kultur-friedrichshafen.de